Wohnen mit Mehrwert

Neues Heim - Die Baugenossenschaft

Wohnen mit Mehrwert

Eröffnung des WohnCafé+ in Stuttgart-Rot im Rahmen des geförderten Projekts "Reallabor Wohnen - resilient und generationengerecht für Alle in Stuttgart-Rot"

Stuttgart-Rot: Am 30.09.2022 feierte Neues Heim – Die Baugenossenschaft eG (Neues Heim) zusammen mit Bewohnern, Gästen und Kooperationspartnern die Eröffnung des Neubaus in der Prevorster Straße 21 in Stuttgart-Rot. Einzigartige Konzepte kommen in diesem Neubau zusammen: Durch ein WohnCafé+ und eine Tagespflege sollen Lebensqualität und soziale Versorgung im Stadtteil gesteigert werden. Im Neubau wird zudem die erste inklusive Wohngemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderung dieser Art in Stuttgart umgesetzt.

Nachdem Rüdiger Maier (Vorstandsvorsitzender, Neues Heim) das Fest eröffnete, war Minister Manfred Lucha MdL (Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg) digital zur Veranstaltung zugeschaltet. Im Anschluss daran hatten die Besucher die Möglichkeit, sich über die Besonderheiten des Neubaus in Rundgängen zu informieren. So erhielten sie einen Einblick über die Innovationen, die vom Neuen Heim und weiteren zahlreichen Akteuren (Verein Integrative Wohnformen e.V., IBA’27 StadtRegion Stuttgart, Baugenossenschaft Zuffenhausen eG, Flüwo Bauen und Wohnen eG, Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, Diakonie Stetten) im Rahmen des Projekts WohnQuartierPlus im Quartier umgesetzt werden.

Im Neubau selbst sind 40 Mietwohnungen entstanden, die alle barrierefrei zugänglich sind. 15 Wohnungen sind zudem barrierefrei ausgeführt. 11 Wohnungen sind für Haushalte mit niedrigem Einkommen öffentlich gefördert. Eine Eisspeicherheizung sorgt für ein innovatives Heizkonzept.

Das Projekt WohnQuartierPlus soll eine 24h Versorgungssicherheit im Quartier schaffen, damit den Bewohnern ein lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden auch mit zunehmendem Unterstützungsbedarf ermöglicht wird. „Hierzu braucht es die geeigneten Gebäude, wie auch die bedarfsgerechten Angebote“, so Rüdiger Maier vom Neuen Heim.

Nachbarschaftlicher Austausch im Quartier gefördert

Ein Beispiel dieser Entwicklung ist das WohnCaféPlus, das allen Bewohnern im Stadtteil offensteht und einen Ort der Begegnung und des Austausches darstellt.

Direkt daneben befinden sich die Räumlichkeiten der Tagespflege für 12 Pflegegäste. Beides wird durch das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg betrieben. Dort können insbesondere jüngere und jung gebliebene Senioren mit Unterstützungsbedarf gut betreut und versorgt den Tag in der Gemeinschaft verbringen. Die Tagespflege wurde mit einer Förderung im Rahmen des. „Innovationsprogramm Pflege 2019“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg ermöglicht.

Die Räumlichkeiten von WohnCaféPlus und Tagespflege liegen direkt nebeneinander und können bei Bedarf verbunden werden. Diese Nähe ist vom Wohlfahrtswerk wie von der Baugenossenschaft Neuen Heim ausdrücklich gewünscht, denn sie ermöglicht auf unkomplizierte Weise gemeinsame Veranstaltungen. Auch durch die von beiden Besuchergruppen genutzte Terrasse ist ein ungezwungener Austausch möglich. „Nach unserem Kenntnisstand ist diese Kombination einmalig und wir sehen darin den Vorteil von ganz natürlich stattfindenden Kontakten zwischen Gästen der Tagespflege und der Nachbarschaft“, so Anja Seemann, Leitung der Tagespflege Prevorster Straße, zum Konzept.

Starke Allianzen zur Quartiersentwicklung

Zur Förderung eines lebendigen Miteinanders von Alt und Jung im Stadtteil ist eine Quartierskoordinatorin des Wohlfahrtswerks unterwegs. Sie stärkt die Eigeninitiative und das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Bei Unterstützungsbedarf soll gemeinsam nach Lösungen im unmittelbaren Umfeld gesucht werden. Als Baustein der Quartiersentwicklung ist dies ein Kooperationsprojekt, das in den Räumen der Baugenossenschaft Neues Heim und gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren im Quartier umgesetzt wird.

Auch die Diakonie Stetten hat im Neubau ein besonderes Wohnprojekt mit dem Neuen Heim durchgeführt: Drei junge Männer mit Down-Syndrom und zwei Studierende haben dort die erste inklusive Wohngemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderung in Stuttgart gegründet.
Ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und zu einem inklusiven Quartier.

Rüdiger Maier hob in seiner Rede hervor, dass bedarfsorientierten Angebote nur in starken Projektallianzen gemeinsam mit Partnern im Quartier möglich sind. Sie tragen zu einem Mehrwert für den gesamten Stadtteil Stuttgart-Rot bei, besonders auch im Rahmen der umfangreichen genossenschaftlichen Quartiersentwicklung und mit Blick auf das IBA’27-Projekt „Am Rotweg“, das wenige Meter von der Prevorster Straße entfernt entstehen wird.

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