Geschichte

Not und Elend
Geschichte 1.jpg Am Ende des Zweiten Weltkrieges verschlug es eine Anzahl von Donauschwaben auf der Flucht aus ihrer früheren Heimat über Thüringen nach Stuttgart.

Hier wurde ihnen das Barackenlager "Schlotwiese" in Stuttgart-Zuffenhausen als vorübergehende Unterkunft zugewiesen. Die Unterbringung war sehr dürftig und gesundheitsschädlich. Oft waren mehrere Familien in einem Raum untergebracht. Weil die damaligen Flüchtlinge nicht bereit waren, noch länger in menschenunwürdigen Baracken zu wohnen ohne Aussicht auf baldige Besserung, riefen verantwortungsbewußte Männer auf Initiative des damaligen Lagerleiters Peter Pill einen Ausschuss ins Leben. Dieser Gründungsausschuss bestand aus den Herren Peter Pill, Josef Werneth, Adam Krizak sowie Dr. Herbert Czaja und hatte den Auftrag, die Gründung einer Siedlungsgenossenschaft vorzubereiten.
Die Gründungsversammlung
Die Gründungsversammlung fand am 17. November 1948 in der Tanz- und Versammlungshalle des Lagers Schlotwiese statt. Nach dem Verlesen der vorgeschlagenen Satzung waren 79 der 226 anwesenden Personen bereit, ihren Beitritt in diese neue Genossenschaft zu erklären. Diese 5 Damen und 74 Herren waren sicher mutige Leute. Denn sie haben Geld eingezahlt, nur auf die Hoffnung, dass das Ganze schon gut gehen werde und sie wirklich in Bälde eine menschenwürdige Unterkunft und eine neue Heimat finden würden. Die Neumitglieder wählten auch gleich ihren ersten Aufsichtsrat. In der anschließenden ersten Aufsichtsratssitzung wurde Herr Bischof Franz Hein zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Herr Dr. Herbert Czaja zu seinem Stellvertreter gewählt. Als erste Vorstandsmitglieder wurden die Herren Peter Pill, Josef Werneth und Dr. Richard Derner bestellt.
Die ersten Bauten
Geschichte 2.jpg Mit der Gründung der Siedlungsgenossenschaft war nur der erste Schritt getan. Der Bau von Wohnungen brachte weitere Probleme. An kritischen Stimmen hat es nicht gefehlt. Die ersten Vorbereitungsarbeiten für die Baumaßnahmen erforderten zahlreiche Besprechungen mit den Behörden. Beteiligte aus jener Zeit berichten, dass man die Vorsprechenden mit ihrem Vorhaben, so knapp nach der Währungsreform Wohnungen zu bauen, nicht sehr ernst nahm. Einige damalige Gesprächspartner standen dem Vorhaben sehr skeptisch gegenüber. Die Männer der ersten Stunde und ihre führenden Persönlichkeiten aber haben keinen Gang und keine Mühe gescheut, bis endlich alle Voraussetzungen geschaffen waren und mit dem Bau begonnen werden konnte.
Das ursprüngliche Vorhaben, Siedlungshäuser wie in der alten Heimat zu bauen, ließ sich wegen der Bodenknappheit in Stuttgart nicht verwirklichen. Die ersten Grundstücke erhielt die Genossenschaft vom Finanzministerium im Wege des Erbbaurechts. Mit tatkräftiger Hilfe der Stadt Stuttgart und des Landes war es dann möglich, die ersten 18 Wohnungen im Rotweg 58-62 bereits zum 1. Dezember 1949 beziehen zu können. Es ging weiter aufwärts. 1950 konnte das zweite Wohngebäude bezogen und mit dem Bau von zwei weiteren Wohngebäuden in Stuttgart-Rot begonnen werden.

Der Aufschwung
Geschichte3.jpg In den Jahren 1951 bis 1956 lag, der Not gehorchend, die umfangreichste Bautätigkeit der Genossenschaft. Während zuerst nur Wohnungen in Stuttgart-Rot gebaut wurden, konnten später auch Baumöglichkeiten außerhalb dieser Region wahrgenommen werden. So entstanden Wohnungen in Stuttgart-Weilimdorf, Mönchfeld, Fasanenhof, Freiberg, Zazenhausen, Weil der Stadt, Backnang und Weissenau bei Ravensburg. Bereits 1956 konnte das Richtfest für die 1000. Wohnung gefeiert werden.

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